Margarethenkirche
Die Margarethenkirche in Deutschland ist eine spätgotische Hallenkirche mit mächtigem Turm, hohen Spitzbogenfenstern und filigranem Maßwerk. Ihre Geschichte reicht bis 1064 zurück, bevor der spätgotische Bau im späten 15. Jahrhundert die ältere romanische Basilika ersetzte.
Im Hauptportal, dem Brautportal, verbinden sich gotische Steinornamente mit Figuren Martin Luthers und Philipp Melanchthons von 1904. Im 16. Jahrhundert wurde hier unter Johann Langenhan und Myconius erstmals das Evangelium verkündet, wodurch der Kirchenraum zu einem frühen Zentrum der Reformation wurde. Unter dem Altar liegt die fürstliche Grablege Herzog Ernsts des Frommen, seiner Frau Elisabeth Sophia und weiterer Mitglieder des Herzogshauses.
Kriegszerstörungen, Stadtbrände und das Bombardement von 1944 hinterließen schwere Schäden, doch der Wiederaufbau bewahrte spätgotische und barocke Elemente. Bunte Glasfenster aus den 1950er Jahren, eine Holzdecke und die Orgel von 1961 in einem historischen Prospekt prägen den Innenraum. Vier 2017 neu installierte Bronzeglocken geben dem Turm sein markantes Geläut.
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