Jüdischer Friedhof
Der Jüdische Friedhof liegt in Deutschland und bewahrt zwischen geordneten Grabreihen die Geschichte einer jüdischen Gemeinde. Etwa 172 Grabstätten stehen in zwei parallelen Feldern.
Das älteste Grab stammt aus dem Jahr 1878. Die verwitterten und teils gut lesbaren Steine tragen Namen, Daten und persönliche Lebensgeschichten. Die jüngste Bestattung erfolgte 1942. Max Ledermann, ein jüdischer Unternehmer, nahm sich damals das Leben, um einer Deportation zu entgehen. Schändungen beschädigten im 20. und 21. Jahrhundert Grabsteine und hinterließen antisemitische Parolen. Trotzdem blieb die ursprüngliche Anlage weitgehend erhalten.
Die frühere Friedhofshalle steht nicht mehr, an ihrer Stelle erinnert ein Gedenkstein an den Bau. Das verschlossene Tor schützt diesen Ort. Zutritt erhältst du nur nach vorheriger Anmeldung, während die Grabfelder still von Verlust, Überleben und Erinnerung erzählen.
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