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Haus der Versicherungsgeschichte

In Deutschland erhebt sich das Haus der Versicherungsgeschichte als monumentaler Bau des Historismus mit massiven Mauern und kunstvollen Formen. Renaissance und Romantik verbinden sich an der Fassade zu einem repräsentativen architektonischen Eindruck. Im Treppenhaus lenkt ein dreiteiliges Relief von Adolf Lehnert den Blick auf Tradition und Fortschritt.

Bruno Eelbo entwarf das Gebäude für die Gothaer Lebensversicherungsbank. Von 1998 bis 2006 beherbergte es das Museum der deutschen Versicherungswirtschaft. Dort erzählten Versicherungsdokumente, Unternehmenstrophäen und persönliche Unterlagen von Risiken, Krisen und neuen Formen der Absicherung. Der Hamburger Brand von 1842 zeigte eine konkrete Bewährungsprobe für die Versicherungswirtschaft. Ernst Wilhelm Arnoldi stand als Vater des modernen deutschen Versicherungswesens im Mittelpunkt. Eine Bibliothek mit etwa 5.500 Bänden und ein Arnoldi-Archiv ergänzten die historischen Sammlungen.

Seit 2009 führt das Deutsche Versicherungsmuseum Ernst Wilhelm Arnoldi die Arbeit mit Ausstellungen, Vorträgen und Konzerten fort. Im historischen Treppenhausfoyer können musikalische Veranstaltungen die Erinnerung an zwei Jahrhunderte Versicherungsgeschichte begleiten. Besonders anschaulich bleibt die Sparuhr, ein raffinierter Sparautomat aus dem 19. Jahrhundert.

Stadt
Gotha
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