Friedrichskirche
In Deutschland steht die Friedrichskirche als kleinster Kirchenbau der Stadt und gilt als ältester barocker Zentralbau Thüringens. Verputzte Bruchsteinmauern treffen außen auf behauenen Sandstein an Ecken, Fenstern und Türen. Der Grundriss bildet ein griechisches Kreuz mit vier gleich langen Armen und abgerundeten Ecknischen. Über dem roten Biberschwanzdach erhebt sich ein grauer, kreuzförmiger Dachreiter mit Schieferdeckung.
Der Ort diente im vierzehnten Jahrhundert als Hospital für Aussätzige und besaß eine Nikolauskapelle. Herzog Friedrich II. gab den Neubau nach einer schweren Krankheit als Zeichen seines Dankes in Auftrag. 1715 begann der Bau, und noch im Dezember konnte die Gemeinde den Raum weihen.
Innen liegen rotbraune Ziegel, während schlichte Emporen die vier Kreuzarme begleiten. Die einst weiß-blauen Wände halten den Innenraum bewusst schlicht. Über dem schlichten Altar trägt das barocke Kanzelgestühl Friedrichs Namen und eine Krone. Eine neue Orgel kam 1976 hinzu, südlich steht ein hölzerner Glockenstuhl mit einer Einzelglocke. Über dem Eingang erinnert eine lateinische Sandsteintafel an Stiftung und Dankbarkeit.
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