Deutsches Versicherungsmuseum
Das Deutsches Versicherungsmuseum befindet sich in einem stattlichen Bau mit Formen der italienischen Frührenaissance. Über fünfzig Jahre lang beherbergte das Gebäude die Gothaer Lebensversicherungsbank und ihre historischen Direktionsräume.
Im Obergeschoss zeigen ehemalige Sitzungszimmer und ein repräsentativer Konferenzsaal die Entwicklung des Versicherungswesens. Das Treppenhaus schmücken drei Carrara-Marmorreliefs von Adolf Lehnert aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie stellen die Lebensstufen des Menschen dar und verbinden Geburt, Alter und den Wunsch nach Schutz. Ernst Wilhelm Arnoldi steht im Mittelpunkt: Er gründete in Gotha die Feuer- und Lebensversicherungsbank und führte Statistik, mathematische Berechnungen sowie medizinische Untersuchungen ein. Dokumente zum Hamburger Stadtbrand von 1842, alte Arbeitsgeräte und Sparuhren machen diese Geschichte greifbar.
Im Untergeschoss bewahren Archiv und Bibliothek Bücher, Manuskripte und Porträts aus bedeutenden Nachlässen der Versicherungsbranche. Vor dem Haus erinnert eine von Max Hoene geschaffene Arnoldi-Büste an den Menschen hinter diesen Ideen.
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