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Christkönigskirche

Die Christkönigskirche verbirgt hinter ihrer schlichten Gestalt eine ungewöhnliche Geschichte aus Industrie, Krieg und religiösem Wandel. Das Gebäude diente zunächst als Turbinenversuchsanstalt für die Firma Briegleb und Hansen. In den 1930er-Jahren kaufte die katholische Pfarrei das Industriegelände und ließ es durch Baumeister Klapproth aus Vorsfelde zur Kirche umgestalten. Die Weihe der umgestalteten Kirche folgte im Jahr 1934. Im Zweiten Weltkrieg beschädigten Bomben das Bauwerk, das danach neue Fenster, eine erneuerte Decke und eine größere Empore erhielt. Eine Orgel von Wiegand Helfenbein ergänzte den erneuerten Innenraum.

Der Travertinaltar bewahrte Reliquien der heiligen Elisabeth und der heiligen Radegundis von Thüringen. Ein romanisches Triumphkreuz prägte den zentralen Altarraum. An den Wänden befanden sich außerdem die Gemälde Welterlöser und Madonna mit Kind des Gothaer Hofmalers Paul Emil Jacobs. Die Gemeinde musste das Gebäude mehrfach instand setzen. Nach einer baupolizeilichen Sperrung im Jahr 1983 öffneten engagierte Gemeindemitglieder die Kirche 1986 wieder. Seit 2019 nutzt die rumänisch-orthodoxe Gemeinde die Christkönigskirche als geistliches Zuhause. Das Bauwerk verbindet damit industrielle Herkunft, katholische Geschichte und rumänisch-orthodoxes Gemeindeleben.

Stadt
Gotha
Aktualisiert

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