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Unserer Lieben Frau am Berg

Unserer Lieben Frau am Berg steht in Füssen, Bayern, als römisch-katholische Kirche an einem historisch vielschichtigen Ort. Johann Schmuzer errichtete den Bau 1682, der 1685 geweiht wurde. Er ersetzte eine Kapelle und einen Friedhof aus dem 14. Jahrhundert, die einem Lepra-Hospital gegenüber dienten.

Der erhöhte, heute verschlossene Seiteneingang lag einst über einer Brücke mit dem Hospital verbunden. So konnten die Bewohner den Gottesdienst besuchen, ohne die Straße zu überqueren. Im Inneren bestimmen frühbarocke Stuckarbeiten mit Engeln, Muscheln und Fruchtgirlanden den Raum. Eine hölzerne Zwischendecke schuf darüber einen Schlafsaal für Pilger der Via Claudia Augusta. Johann Georg Fischer ergänzte 1735 die Westempore, während das östliche Ende im 19. Jahrhundert zur Kapelle am Kreuzweg umgestaltet wurde.

Die Orgel von 1774 schuf der Füssener Orgelbauer Andreas Jäger, vermutlich vollendet von Joseph Anton Weyrather. Ihr ungewöhnlicher Prospekt besitzt vier Felder, dazu kommen sieben Register und ein Manual. Im Dachboden liegen die Bälge, deren Seile von der Decke herabhängen. Ein Grabstein des früheren Friedhofs erinnert beim Füssener Postamt weiterhin an diesen verschwundenen Ort.

Stadt
Füssen
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