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Sebastianstor

Das Sebastianstor steht in Füssen am östlichen Rand der historischen Stadt. Um 1500 entstand das Stadttor als Teil einer neuen Mauer, die das Viertel und St. Stephan schützte. Über dem Durchgang ist noch heute das Wappen des Augsburger Fürstbischofs Friedrich II. von Zollern zu sehen. Dahinter liegt der alte Friedhof, der weiterhin genutzt wird, auch wenn dort nur selten Bestattungen stattfinden.

Füssen lag damals an der Via Claudia und verband Augsburg mit den Alpenpässen. Durch die Stadt zogen Händler mit Wein, Salz, Textilien, Gewürzen, Lebensmitteln und Vieh zwischen Italien und Deutschland. Das Tor erinnert deshalb an eine Zeit, in der Handel, höfische Besuche und Handwerk das Stadtleben prägten. Auch König Maximilian I. kam mehr als dreißig Mal nach Füssen, häufig mit seinem Hofstaat.

Ein großer Eisentorschlüssel aus der Zeit wird heute im Füssener Stadtmuseum aufbewahrt. Das spätgotische Stück misst etwa dreißig Zentimeter und besteht aus einem einzigen Stück Eisen. Sein Griff bildet einen Dreipass, während ein reparierter Bruch von starker Beanspruchung beim Aufschließen erzählt. Die genaue Zugehörigkeit zum Tor bleibt zwar unsicher, doch Form und Entstehungszeit passen eng zusammen.

Stadt
Füssen
Aktualisiert

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