Museum der Stadt Füssen
Das Museum der Stadt Füssen liegt in einem Teil des ehemaligen Benediktinerklosters St. Mang. Der barocke Komplex entstand um 1700 nach Plänen des Füssener Baumeisters Johann Jakob Herkomer. Zwischen Kaisersaal, Bibliothek, Annakapelle und Refektorium verbindest du Architektur mit der Geschichte Füssens.
Die Ausstellungen zeigen die Stadtgeschichte, das Klosterleben und den Lauten- und Geigenbau. Füssen gründete 1562 Europas erste Lautenmacherzunft und entwickelte sich zum Zentrum dieses Handwerks. Eine Laute von Wolfgang Wolff aus der Mitte des 16. Jahrhunderts gehört zu Bayerns hundert Kulturschätzen. Holz aus den Bergwäldern, besonders Fichte, Ahorn und Eibe, unterstützte diese Entwicklung. Das Archiv der Deutschen Lautengesellschaft bewahrt hier weitere Spuren der europäischen Instrumentengeschichte. Zur Sammlung gehören außerdem eine Seilerei-Ausstellung und Krippen mit mehr als sechzig Figuren.
In der Annakapelle bewahrt der Füssener Totentanz von Jakob Hiebeler seinen eindringlichsten Eindruck. Zehn Holztafeln zeigen zwanzig Szenen aus dem Jahr 1602, in denen der Tod Menschen aller Stände begleitet. Der Kaisersaal trägt Stuck und Fresken, während die ovale Bibliothek den Blick ins Refektorium öffnet. Der Museumsverein gründete die Einrichtung 1913, und Bürger stifteten viele frühe Exponate. Besonders bleibt die Begegnung von kostbaren Instrumenten, barocken Sälen und dem ältesten erhaltenen Totentanz Bayerns.
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