Schloss Steinach
Schloss Steinach steht im Fürther Stadtteil Steinach und gehört zu den architektonischen Zeugnissen Bayerns. Sein rechteckiger Baukörper umfasst zwei klar gegliederte Geschosse.
Das Erdgeschoss besteht aus Sandsteinblöcken, während das verputzte Obergeschoss unter einem Satteldach liegt. Mehrere Gauben prägen die Ostseite des Schlosses deutlich. An der Westseite steht ein Treppenturm, der die rechteckige Anlage ergänzt. Rustizierte Ecken geben dem Bau markante Konturen an den Fassaden.
Im Erdgeschoss liegt der Saal mit reichhaltigem barockem Stuck aus der Bauzeit. Geflügelte weibliche Figuren erinnern dort an Harpyien der griechischen Mythologie. Die Stuckarbeiten folgen einem italienischen Stil, der im Nürnberg des siebzehnten Jahrhunderts verbreitet war.
Ursprünglich plante die Familie Loeffelholz das Schloss als sommerliche Residenz für Patrizier. Seine Größe verlieh dem einstigen Bauernhaus mit Garten und Einfriedung einen stattlichen Charakter. Die Geschichte reicht zu einem Bauernhof zurück, der im vierzehnten Jahrhundert zum Besitz der Nürnberger Burggrafen gehörte. Später gelangte der Hof in die Hände Nürnberger Bürger. Die Fassade veränderte sich mehrfach und verlor dabei Teile ihres ursprünglichen Schmucks. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert beherbergte das Gebäude ein Café. Das Schloss gilt als geschütztes Denkmal und zeigt barocke Architekturdetails. Die Streetlife Studios nutzen den Ort als Standort.
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