Rathaus
Das Rathaus in Fürth prägt als architektonisches Wahrzeichen das Stadtbild und verbindet Verwaltungsgeschichte mit Formen der Neorenaissance. Der Bau entstand zwischen 1840 und 1850. Georg Friedrich Christian Bürklein entwarf das Gebäude, während Eduard Bürklein an seiner Gestaltung mitwirkte. Sein Turm erinnert an den Palazzo Vecchio in Florenz. Rundbogige Fenster greifen Formen der römischen Antike und der frühen italienischen Renaissance auf. Ein Anbau von Friedrich von Thiersch nahm den Ratssaal auf. Der Ratssaal zeigt Holzvertäfelungen und eine kunstvoll verzierte Kassettendecke mit würdevoller Wirkung. Die klassische Treppe verbindet marmorierte Arkaden mit einer bemalten Decke. Blattmotive und das dreiblättrige Kleeblatt, Fürths Stadtsymbol, bestimmen dort die dekorative Mitte. Ein Glockenspiel ergänzt das Rathaus um ein musikalisches Detail. Seine Glocken fertigte die Glockengießerei Eijsbouts, zuvor nutzte sie ein Unternehmen in Bayreuth. Das Glockenspiel spielt „Stairway to Heaven“ von Led Zeppelin. Im Keller beherbergt das Gebäude außerdem das Fürther Kriminalmuseum mit eigener Ausstellungsfläche.
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