Weißer Turm
Der Name Weißer Turm bezeichnet einen spätgotischen Wehrturm im Frankfurter Stadtteil Bergen. Sein Bau war im Jahr 1472 vollständig abgeschlossen.
Die Befestigungen entstanden ab 1440 unter den Grafen von Hanau-Münzenberg und sollten deren Gebiet gegenüber Frankfurt sichern. Frankfurt war damals eine benachbarte Freie Reichsstadt.
Die Anlage umfasste zwei Tortürme, drei Türme und fünf Rondelle und schützte Bergen als Verwaltungs- und Justizzentrum. Der Turm zeigt deutlich die spätgotische Wehrarchitektur seiner Zeit.
Seine helle Färbung erklärt den Namen, während das spitze Dach an einen Zuckerhut erinnert. Im neunzehnten Jahrhundert entging der Turm knapp dem Abriss.
Die meisten Befestigungen in Bergen wurden abgetragen, deshalb gehört der Turm zu den wenigen erhaltenen Resten. Seine Mauern erinnern an diese frühere Anlage in Bergen.
Die Geschichte des Turms verweist zugleich auf Machtansprüche und Streitigkeiten zwischen Hanau und Frankfurt. Bergen war dabei ein wichtiges Verwaltungs- und Justizzentrum.
Die Erhaltung des Wehrturms macht mittelalterliche Geschichte und spätgotische Bauformen an einem erhaltenen Bauwerk sichtbar.
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