Siegmund Simon
Der Name Siegmund Simon verweist in Frankfurt auf die Geschichte einer Familie, die in Heddernheim ein Kaufhaus führte. Der Eintrag gehört zur Kategorie Geschichte.
Siegmund Simon betrieb das Geschäft gemeinsam mit seiner Frau Johanna in einem eigenen Wohn- und Geschäftshaus. Dort lebte das Paar mit seiner Tochter Adele.
Das Kaufhaus führte Kurzwaren, Fahrräder, Nähmaschinen und Zubehör und verband damit Handel und Familienleben unter einem Dach. Ab 1933 brachten Boykotte gegen jüdische Geschäfte den Betrieb in Bedrängnis.
Die Verfolgung zwang das Ehepaar, sein Geschäft zu verkaufen. Später verloren Siegmund und Johanna auch ihr Eigentum unter Bedingungen, die sie wirtschaftlich benachteiligten.
Zu den Belastungen gehörten eine erzwungene Abgabe auf jüdisches Vermögen und ein irreführender Heimkaufvertrag. Die letzte gemeinsame Adresse in Frankfurt lag an der Hanauer Landstraße.
Siegmund wurde nach Theresienstadt deportiert und starb dort. Johanna wurde aus Theresienstadt befreit und überlebte.
Später zog Johanna zu ihrer Tochter Adele nach New York. Der historische Ort ist als rollstuhlgerecht erfasst.
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- Frankfurt am Main
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