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Selma Stern geb. Erlanger

Der Erinnerungsort Selma Stern geb. Erlanger in Frankfurt gehört zur Kategorie Geschichte und ist rollstuhlgerecht. Hier erinnern Stolpersteine an Selma Stern und ihre Familie.

Selma Stern wurde 1879 in Offenbach geboren und lebte mit Seligmann und Tochter Elfriede in Frankfurt. Samuel und Dina Erlanger waren Selmas Eltern in Offenbach. Die Familie wohnte in einer Erdgeschosswohnung in der Kantstraße 6. Seligmann stammte aus Wachenbuchen und hatte im Ersten Weltkrieg gedient.

Elfriede floh 1935 mit ihrem Ehemann nach Palästina, während Seligmann und Selma Verfolgung erlebten. Seligmann nahm sich im Juli 1941 das Leben. Sein Grab liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof an der Eckenheimer Landstraße. Selma wurde 1941 verhaftet, weil sie ihr Vermögen vor nationalsozialistischer Beschlagnahmung schützen wollte. Nach ihrer Freilassung erhielt sie eine Geldstrafe. Im September 1942 deportierten die Nationalsozialisten Selma nach Theresienstadt, wo sie am 19. März 1944 starb.

Die Stolpersteine wurden im September 2012 zum Gedenken an die Familie verlegt. Kleine messingfarbene Plaketten im Bürgersteig halten ihre Geschichte am früheren Wohnort sichtbar. Sie verbinden Selmas Biografie mit der Geschichte jüdischer Verfolgung während des Holocaust.

Stadt
Frankfurt am Main
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