Zum Inhalt springen

Philanthropin

Das Philanthropin steht in Frankfurt für jüdische Bildungs- und Gemeindegeschichte. Mayer Amschel Rothschild gründete diese Schule im Jahr 1804.

Siegmund Geisenheimer setzte die formale Gründung um, während die Schule auch nichtjüdische Kinder aufnahm. Das heutige Schulgebäude wurde im Jahr 1908 errichtet.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Philanthropin zu einem Zentrum des liberalen Judentums und der Reformbewegung. Sein Leitgedanke verband damals Aufklärung und Menschlichkeit im Schulalltag.

Unter Otto Driesen gewann die Schule während der Weimarer Republik erneut an Bedeutung. Das Gymnasium schloss im April 1941, die Grundschule folgte im Juni 1942.

Nach dem Krieg nutzte die jüdische Gemeinde das Gebäude zunächst als Büro, später folgten Verkauf und Renovierung. Von 1986 bis 2004 beherbergte es das Hoch-Konservatorium.

In den Jahren 2006 und 2007 wurde das Gebäude Sitz der I. E. Lichtigfeld-Schule. Direkt gegenüber liegt die progressive Musterschule in Frankfurt.

So verbindet der Bau die Gründungsgeschichte jüdischer Schulen mit wechselnden Nutzungen im Frankfurter Stadtleben. Der Name Philanthropin bleibt dabei im Frankfurter Bildungsleben erhalten.

Stadt
Frankfurt am Main
Aktualisiert

Diese Seite aufs Handy holen

Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.

  • Laden im App Store
  • Jetzt bei Google Play

Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Frankfurt am Main. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.

Was ist myTuur?

myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.