Ochsenturm
Der Ochsenturm steht im Frankfurter Stadtteil Höchst und gehört zu den erhaltenen historischen Befestigungsanlagen der ehemals selbstständigen Stadt.
Der mittelalterliche Ochsenturm bewahrt grobe Natursteinmauern und einen unverputzten unteren Bereich. Sein achteckiges Obergeschoss trägt ein schiefergedecktes Zeltdach mit einer Kupferspitze und enthält einen Turmraum. Einige Fenster im achteckigen Obergeschoss bleiben zugemauert. Wahrscheinlich entstand der Wachturm im dreizehnten Jahrhundert und wurde bei der Stadterweiterung in die Mainmauer einbezogen. Die erhaltene Mauer läuft in scharfen Winkeln auf den Turm zu. Im neunzehnten Jahrhundert verschwanden große Teile der Höchster Stadtmauer, während die Mainseite mit dem Ochsenturm erhalten blieb. Die erhaltene Mauer diente lange dem Hochwasserschutz am Main. Eine schmale Steintreppe führt innerhalb der westlichen Stadtmauer zum Turmraum mit einfachen historischen Wandmalereien. Runde Tische und Bänke prägen die Einrichtung des Turmraums. Der Turm liegt im Garten des Neuen Schlosses und ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Seine Architektur verbindet sichtbar Wehrfunktion und Stadtgeschichte.
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