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Leo Ebe

Der Stolperstein Leo Ebe liegt in Frankfurt und erinnert an ein Mitglied der Familie Ebe. Die Messingplatte gehört zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust. Am Gehweg vor der Eckenheimer Landstraße 84 verweist sie auf den letzten bekannten Wohnort der Familie. Der Ort ist in Frankfurt rollstuhlgerecht zugänglich.

Die aus Warschau stammende Familie kam im frühen zwanzigsten Jahrhundert nach Deutschland, um Pogromen zu entkommen. Abraham Ebe arbeitete als Sattler und stellte Lederwaren her. 1911 ließ sich die Familie in Frankfurt nieder, wo sie im Erdgeschoss lebte und Abraham sein Geschäft gründete. Leo sang als Solist in der Synagoge am Börneplatz. 1938 deportierten nationalsozialistische Behörden die Familie während der Polenaktion nach Zbąszyń. Später mussten sie im Warschauer Ghetto leben. Der letzte bekannte Kontakt stammt aus dem August 1941. Esther Ebe entkam Anfang 1939 nach England.

Stolpersteine sind kleine Messingtafeln im Gehweg, die an den letzten bekannten Wohnorten Verfolgter an einzelne Menschen erinnern. Für die Familie Ebe initiierten Hans Bornemann, Doris Kaestner und Hanne Straube die Verlegung. An der Installation nahm auch Henry Rosenthal als Familienangehöriger teil.

Stadt
Frankfurt am Main
Aktualisiert

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