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Jenny Hahn

Der Stolperstein Jenny Hahn erinnert in Frankfurt an eine jüdische Verwalterin und ihr Schicksal im Holocaust. Jenny Hahn stammte aus Birstein in der Vogelsbergregion. Ihr Vater Sally Hahn arbeitete in Birstein als Viehhändler. Nach ihrem Umzug nach Frankfurt arbeitete sie im Rothschildschen Altersheim an der Zeil. Dort lebte und arbeitete Jenny Hahn viele Jahre. Die Einrichtung gründeten Mathilde von Rothschild und ihre Töchter. Sie bot alleinstehenden jüdischen Frauen höherer Stände ein sicheres Zuhause. Als Verwalterin trug Jenny Hahn Verantwortung für dieses Haus. Das Rothschildsche Altersheim lag an der Zeil 92 in Frankfurt.

Der Druck des NS-Regimes veränderte ihr Leben, während ihre Geschwister nach England und Mexiko emigrierten. Jennys eigener Versuch, nach England zu gelangen, scheiterte am Krieg. Das Altersheim wurde später zwangsweise in die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland integriert. Danach arbeitete Jenny vermutlich in einem Krankenhaus weiter. Sie wurde nach Raasiku deportiert und dort höchstwahrscheinlich ermordet. Ihre Nichte Marianne Ockenga initiierte den Stolperstein an Jennys früherem Arbeitsplatz in Frankfurt. Das kleine Denkmal macht ihre Geschichte im Stadtbild sichtbar. Der historische Erinnerungsort in Frankfurt ist barrierefrei zugänglich.

Stadt
Frankfurt am Main
Aktualisiert

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