Isidor Schindel
Der Erinnerungsort Isidor Schindel verweist in Frankfurt auf die Familie Schindel und ihre Verfolgung im Nationalsozialismus. Zum Ort gehören kleine Messingtafeln im Gehweg. Die Stolpersteine tragen den Namen, das Geburtsdatum und das Schicksal der jeweils geehrten Person. Sie liegen vor dem letzten bekannten freiwilligen Wohnsitz.
Mendel und Dora Schindel wurden 1941 nach Minsk deportiert und dort ermordet. Ihre vier Kinder entkamen 1939 mit dem Kindertransport. Frida, Rosa, Isidor und Susi gelangten dabei nach England und Dänemark. Die Tafeln erinnern an Menschen, die Opfer des Holocaust wurden. Die dezentrale Anlage verteilt die Erinnerung auf einzelne Orte im Frankfurter Stadtraum und macht Lebensgeschichten sichtbar. Jeder Stein bewahrt einen Namen am früheren Wohnort.
Das Kunstprojekt verbindet Messing, Gehweg und biografische Angaben zu einem öffentlichen Mahnmal. Der Gehweg wird hier zum öffentlichen Erinnerungsort. Der Name Isidor Schindel steht dabei für ein einzelnes Leben innerhalb dieser Familie. Die Namen bleiben im Frankfurter Stadtraum präsent.
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