Hugo Junghans
Der Hugo Junghans Stolperstein liegt in Frankfurt als kleine Messingtafel im Gehweg vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnsitz. Der barrierefrei zugängliche Ort erinnert an Hugo Junghans, ein Opfer des Holocaust.
Hugo Junghans wurde am 24. Januar 1906 geboren und am 15. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Später überführten die Nationalsozialisten ihn nach Auschwitz, wo er am 29. September 1944 ermordet wurde. Am Tag seiner Deportation heiratete er Charlotte Loeser, die ebenfalls nach Theresienstadt verschleppt wurde. Dort brachte Charlotte ihre Tochter Eva Lane zur Welt, während die Eheleute in verschiedene Lager getrennt blieben. Nach dem Krieg kehrten Charlotte und Eva nach Frankfurt zurück und emigrierten später in die Vereinigten Staaten.
Auch Hugos Mutter Rosa und sein Bruder Oskar wurden Opfer nationalsozialistischer Gewalt: Rosa starb in der Region Lublin, Oskar in Mauthausen. Die Messingtafel gehört zum Stolpersteine-Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das verfolgten und ermordeten Menschen einen persönlichen Erinnerungsort gibt. Beim Vorübergehen bleibt ein kleines Stück Messing im Pflaster, das an ein unterbrochenes Leben erinnert.
- Stadt
- Frankfurt am Main
- Aktualisiert
Diese Seite aufs Handy holen
Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.
Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Frankfurt am Main. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.
Was ist myTuur?
myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.
