Gedenkstätte Neuer Börneplatz
Die Gedenkstätte Neuer Börneplatz liegt in Frankfurt zwischen der Außenmauer des Alten Jüdischen Friedhofs und der Rechneigrabenstraße. Eine Fußgängerzone prägt den Ort. Auf der Friedhofsmauer zieht sich ein Fries mit 11.908 Namensblöcken entlang, die an die ermordeten Mitglieder der jüdischen Gemeinde erinnern. Namen, Geburts- und Todesdaten sowie Todesorte machen viele einzelne Lebensgeschichten sichtbar.
Der Börneplatz war früher als Judenmarkt bekannt und veränderte sich während und nach dem Zweiten Weltkrieg grundlegend. Die 1882 errichtete Börneplatz-Synagoge wurde während der Novemberpogrome 1938 zerstört. Schlanke Stahlschienen markieren heute einen Teil ihres Grundrisses im Boden. Im Zentrum steht ein Steinkubus aus den Fundamentresten des ehemaligen Ghettos, umgeben von Platanen.
Der Börneplatz-Konflikt der 1980er Jahre führte zum Erhalt archäologischer Zeugnisse und prägte die Gestaltung. Kleine Steine auf den Namensblöcken verweisen auf jüdische Trauerriten und lassen die Erinnerung greifbar werden. Symbolische Straßenschilder zeigen die historischen Namen des Platzes und machen Frankfurts wechselnden Umgang mit seiner Geschichte sichtbar.
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