Gedenkstätte Großmarkthalle
Die Gedenkstätte Großmarkthalle in Frankfurt erinnert an die Deportation jüdischer Menschen während des Holocaust. Der Keller der Großmarkthalle diente als Sammelpunkt für Deportationen. Von dort verschleppte die Gestapo Menschen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet in Ghettos sowie Konzentrations- und Vernichtungslager. Das erhaltene Gelände bewahrt Keller, Rampe und Gleise. Ein Betonweg verbindet diese Spuren und führt durch den Erinnerungsort entlang des Bahndamms. Zitate von Opfern stehen auf Boden und Wänden. Auch Überlebende kommen zu Wort, sodass die Inschriften eine chronologische Erzählung der Deportationen bilden. Die Täterperspektive bleibt an diesem Erinnerungsort bewusst ausgeschlossen.
Ein internationaler Wettbewerb wählte den Entwurf der Architekten Tobias Katz und Marcus Kaiser für das Denkmal aus. Die Gestaltung verbindet Keller, Rampe, Gleise und Beton. Die Stadt Frankfurt initiierte den Erinnerungsort gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank und der jüdischen Gemeinde. Das Jüdische Museum Frankfurt bietet dort Führungen an. Der Erinnerungsort liegt am Bahndamm und verbindet erhaltene Spuren mit einer öffentlich zugänglichen Gedenkstätte.
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