Fritz Cahen-Brach
Fritz Cahen-Brach steht in Frankfurt für die Geschichte eines Kinderarztes, Sportlers und Emigranten. Er wurde als Zwillingssohn von Eugen Cahen-Brach und Alice Bing geboren. Nach seinem Medizinstudium in Frankfurt, Göttingen und München diente er im Ersten Weltkrieg als Kanonier und Sanitäter. 1924 eröffnete Fritz Cahen-Brach in Frankfurt seine Kinderarztpraxis. Bei Eintracht Frankfurt spielte er Tennis und leitete ab 1932 die Boxabteilung, die ihm den Spitznamen „Boxerfürst“ einbrachte. Die nationalsozialistische Ausgrenzung beendete seine Vereinsämter und erschwerte den Fortbestand seiner ärztlichen Praxis. 1938 emigrierte er mit seiner Frau Katharina, genannt Käthe, in die Vereinigten Staaten. Anfang 1939 kamen Fritz und Käthe in Los Angeles an. Dort arbeitete Fritz zunächst am Cedars of Lebanon Hospital und baute später in Burbank eine Praxis auf. Fritz verwendete dort den Namen Fred C. Brock. Seine Eltern und weitere Familienangehörige wurden während des Holocausts ermordet. Fritz und Käthe bekamen 1943 ihren Sohn Steven. Fritz starb im Jahr 1989, und Käthe starb 1994. Stolpersteine in Frankfurt erinnern an das Ehepaar und an die Folgen der NS-Herrschaft für seine Familie.
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