Elfriede Stern
Der Erinnerungsort Elfriede Stern befindet sich an der Kantstraße 6 in Frankfurt und gehört zur Kategorie Geschichte. Stolpersteine erinnern an der Kantstraße an die Familie Stern.
Elfriede Stern wurde 1914 als Tochter von Selma und Seligmann Stern in Frankfurt geboren. Ihre Mutter Selma stammte aus Offenbach, ihr Vater Seligmann aus Wachenbuchen. Die Familie lebte in einer Erdgeschosswohnung an dieser Adresse. 1935 floh Elfriede nach Palästina und heiratete dort am 20. Oktober ihren Verlobten Walter Knopp. Walter Knopp stammte aus Potsdam und floh mit seinen Eltern aus Berlin. Das Paar ließ sich in Tel Aviv nieder und betrieb dort eine Wäscherei. Elfriede starb am 1. Februar 1998, Walter am 23. Oktober 1963.
Seligmann hatte im Ersten Weltkrieg gedient, litt an Malaria und nahm sich 1941 während der Gestapo-Schikanen das Leben. Sein Grab liegt auf dem Neuen Jüdischen Friedhof an der Eckenheimer Landstraße. Selma wurde 1941 verhaftet, nach ihrer Freilassung 1942 nach Theresienstadt deportiert und starb dort 1944. Ihr Schicksal verweist auf die Verfolgung jüdischer Menschen im Holocaust. Yoram Knopp, Elfriedes Sohn, regte die Verlegung der Stolpersteine an und reiste dafür aus Israel an. Die Angaben führen den Ort als rollstuhlgerecht zugänglich.
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