Dagobert Salomons
Der Stolperstein Dagobert Salomons liegt als kleine Messingtafel im Gehweg einer Straße in Frankfurt. Er erinnert an den jüdischen Frankfurter Dagobert Salomons.
Dagobert besuchte das Wöhler Realgymnasium, erzielte gute Leistungen und spielte Geige im Schulorchester. Sein Leben veränderte sich unter der nationalsozialistischen Herrschaft.
Verfolgung und wirtschaftliche Not belasteten seine Familie, sodass Dagobert die Schule verlassen und eine Lehre beginnen musste. Seine Mutter Mina starb in einer Anstalt unter verdächtigen Umständen.
Dagobert floh aus Deutschland, gelangte zunächst in die Niederlande und später nach Kolumbien. Seine Familie blieb zurück und war vom Holocaust betroffen.
Der Stolperstein gehört zu einem Erinnerungsprojekt, das Opfer an ihren letzten bekannten Wohnorten sichtbar macht. Jede Tafel trägt den Namen der erinnerten Person.
In Frankfurt verbindet dieser Messingstein die Geschichte eines einzelnen Schülers mit der Erinnerung an die nationalsozialistische Verfolgung. Seine Oberfläche liegt ebenerdig im Pflaster.
Sein Weg zeigt, wie nationalsozialistische Verfolgung Bildung, Arbeit und Familienleben jüdischer Menschen beeinflusste. Die Tafel macht diesen persönlichen Lebensweg im öffentlichen Raum sichtbar.
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