Christuskirche
Die Christuskirche steht im Frankfurter Westend und zeigt historistische Architektur aus dem späten neunzehnten Jahrhundert. Zwischen 1881 und 1883 entstand eine neugotische, dreischiffige Basilika nach Entwürfen des dänischen Architekten Aage von Kauffmann. Raues Natursteinmauerwerk, geschnitzte Strebepfeiler und Maßwerkfenster prägen die Außenansicht. Der Glockenturm mit dem Haupteingang steht in einem ungewöhnlichen Winkel von 45 Grad zum Hauptschiff.
Emil Moritz von Bernus, Frankfurter Kaufmann und Theologe, gründete dafür eine Stiftung. Die Luftangriffe von 1943 und 1944 ließen das Bauwerk schwer beschädigt über drei Jahrzehnte als Ruine zurück. Eine provisorische Baracke nahm währenddessen die Gottesdienste auf. Der Wiederaufbau erfolgte 1976 und 1977, bevor die Kirche am 28. Februar 1978 als ökumenisches Zentrum wiedereröffnete.
Die Räume teilen sich die evangelische Christus-Immanuel-Gemeinde, eine serbisch-orthodoxe Gemeinschaft und die evangelische Oromo-Gemeinschaft aus Ostafrika. Kapellenartige Bereiche in den früheren Seitenschiffen und der Apsis lassen sich zum Hauptschiff öffnen. Von den ursprünglichen Schilling-Glocken überstand nur die kleinste den Brand von 1944 und kehrte an ihren Platz zurück. Auch Martin Mosebach greift den geplanten Abriss in seinem Frankfurt-Roman Westend auf.
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