Adolf Moritz Steinschneider
Der Eintrag zu Adolf Moritz Steinschneider verbindet Frankfurt mit der Biografie eines jüdischen Anwalts und politischen Aktivisten. Adolf Moritz Steinschneider wurde am 20. Juni 1894 in Berlin geboren.
Als Enkel des Judaisten Moritz Steinschneider studierte er Rechtswissenschaften und Wirtschaft in Berlin sowie München. Seine Beteiligung am Spartakusaufstand führte zu seiner Inhaftierung.
Später gründete er eine Anwaltskanzlei in Frankfurt und verteidigte dort linke politische Persönlichkeiten und Anliegen. Er war ein Gründungsmitglied der Roten Hilfe.
Außerdem gehörte er zu den Gründern der Deutschen Liga für Menschenrechte und blieb politisch engagiert. 1933 floh er mit seinen Brüdern in die Schweiz.
Nach seiner Ausweisung im Jahr 1935 setzte er seine politische und soziale Arbeit in Frankreich fort. In Paris wirkte er in der deutschen Emigrantengemeinschaft.
Während des Zweiten Weltkriegs internierte ihn die Vichy-Regierung, doch 1942 kam er wieder frei. Seine letzten Jahre verbrachte er in Bellac.
Dort arbeitete er an seinem Buch Menschlichkeit und Polarität. Am 11. Juni 1944 nahmen SS-Truppen ihn gefangen und ermordeten ihn.
Der Eintrag gehört zur Kategorie Geschichte und weist den Ort als für Rollstuhlnutzende zugänglich aus.
- Stadt
- Frankfurt am Main
- Aktualisiert
Diese Seite aufs Handy holen
Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.
Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Frankfurt am Main. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.
Was ist myTuur?
myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.
