Kartause
Die Kartause in Erfurt war ein ehemaliges Kartäuserkloster und zeigt mehrere Schichten mittelalterlicher und barocker Baugeschichte. Der Bau der Kartause begann dort im Jahr 1372. Das Kloster wurde in den 1370er Jahren gegründet und 1374 offiziell in den Kartäuserorden aufgenommen. Der Bau der Kirche begann dort im Jahr 1375. Stiftungen machten das Kloster wohlhabend und ermöglichten die Gründung der Kartausen in Eisenach und Hildesheim. Kreuzgänge, Zellen, Kapitelsaal und Kapelle gehörten zur ursprünglichen gotischen Anlage. Im 18. Jahrhundert ergänzten barocke Bauteile das Erscheinungsbild des Klosters. Die Anlage überstand die Reformation, wurde aber im Bauernkrieg und im Dreißigjährigen Krieg geplündert. Während der Säkularisation im Jahr 1803 ging der Kirchenschatz verloren. Ein Brand zerstörte 1845 den größten Teil der Anlage, während die Kirche erhalten blieb. Die erhaltene Kirche wurde 2012 in Wohnräume umgewandelt.
Die Bibliothek gelangte an die Universität Erfurt und bewahrte mystisch-theologische Werke. Ihre Sammlung dokumentiert die Entwicklung und literarische Einordnung der Mystik. Die Geschichte der Kartause verbindet klösterliches Leben, Kriegsschäden und den Wandel einer sakralen Anlage.
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