Erinnerungsort Topf & Söhne
Der Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurt befindet sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma J. A. Topf und Söhne. Die Räume bewahren die Geschichte eines Unternehmens, das ab 1878 Krematoriumsöfen und Belüftungsanlagen für Gaskammern fertigte. Diese Technik gelangte während des Zweiten Weltkriegs nach Auschwitz-Birkenau und in andere Konzentrationslager.
Die Dauerausstellung „Techniker der Endlösung. Topf & Söhne: Die Ofenbauer von Auschwitz“ zeigt den geschäftlichen Umgang mit dieser Technologie. Korrespondenzen, Bauzeichnungen, Bestellungen und Versandmitteilungen machen industrielle Abläufe des Massenmords sichtbar. Telegramme von Lageraufsehern und SS-Beamten belegen Anfragen nach neuen Ofenkonstruktionen und weiteren Komponenten. Auch die Erfahrungen der sogenannten Sonderkommandos erhalten in der Ausstellung Raum. Im zweiten Obergeschoss finden Sonderausstellungen, Gruppengespräche und audiovisuelle Veranstaltungen statt.
Die Räume blieben bei der Renovierung 2009 und 2010 bewusst karg, damit die Inhalte im Mittelpunkt stehen. Vor dem Gebäude stehen ein Modell der Fabrikanlagen und ein Gedenkstein. Besonders einprägsam bleibt die Inschrift „Stets gern für Sie beschäftigt, ...“, die vom Bahnhof und von der Weimarischen Straße sichtbar ist.
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