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Alte Synagoge

Die Alte Synagoge steht in Erfurt und gehört zu den ältesten erhaltenen Synagogenbauten Europas. Ihre ältesten Teile stammen aus dem Jahr 1094, während große Bereiche zwischen 1250 und 1320 entstanden. Das erhaltene Dach macht den mittelalterlichen Bau zum ältesten noch stehenden Synagogengebäude Europas und der Welt.

Seit 2009 befindet sich hier ein Museum zur jüdischen Geschichte Erfurts. Der Erfurter Schatz umfasst 3.141 Silbermünzen sowie mehr als 700 Stücke aus Goldschmiedekunst und Schmuck. Ein mittelalterliches jüdisches Viertel nahe dem Gebäude gab den Schatz 1998 frei. Facsimiles der Erfurter hebräischen Handschriften zeigen religiöse Texte aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, darunter eine seltene Tosefta.

Nach dem Erfurter Massaker von 1349 beschädigte man die Synagoge, bevor die Stadt sie als Lagerhaus nutzte. Fünf Jahrhunderte lang lagerten hier Waren, wodurch die frühere Geschichte des Baus weitgehend in Vergessenheit geriet. Forschung und Restaurierung bewahrten Spuren dieser wechselnden Nutzungen. Zusammen mit der Mikwe und dem Steinhaus gehört sie seit 2023 zum UNESCO-Welterbe.

Stadt
Erfurt
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