Abgeordnetengebäude
Das Abgeordnetengebäude in Erfurt steht als ältestes von drei Häusern im Komplex des Thüringer Landtags. Seine neoklassizistische Fassade verbindet helle Putzflächen, einen kräftigen Steinsockel und einen zentralen Portalbau. Arthur Reck und Wilhelm Pook entwarfen den hundert Meter langen Bau mit drei Geschossen.
Zwischen 1937 und 1939 entstand er als Verwaltungssitz des preußischen Regierungsbezirks Erfurt und sollte politische Zugehörigkeit zeigen. Der Zweite Weltkrieg stoppte das geplante monumentale Verwaltungsforum. Seit 1990 arbeiten hier die Fraktionen des Thüringer Landtags, während der Ausbau des Dachgeschosses in der DDR-Zeit die Gestalt veränderte. Im Inneren liegen Büros, ein Saal mit Zeremoniensaal und Haupttreppen. Moderne Heizung und Schalldämmung galten einst als fortschrittlich.
Sechsundzwanzig Fassadenachsen ordnen die helle Ansicht und führen zum monumentalen Portal mit steinernen Ornamenten. Maulbronner Sandstein rahmt die Fenster mit einem warmen Kontrast. Oben liegen schmale Gauben im blau-grauen Moselschiefer, vorne wie hinten. Im Foyer erinnert ein Zitat von Ricarda Huch an Thüringen.
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