Burgruine Rotenhan
Die Burgruine Rotenhan zeigt eine seltene mittelalterliche Felsenburg, deren Strukturen direkt im natürlichen Gestein liegen.
Unter deinen Füßen liegt ihr wichtigster erhaltener Teil: der bearbeitete Fels. Mittelalterliche Baumeister schlugen Räume, Stufen und weitere Strukturen direkt in den Stein. Der Berg wurde damit zum Fundament der befestigten Anlage.
Die Anlage war der Stammsitz der Familie von Rotenhan, die seit 1229 urkundlich belegt ist. 1323 belagerte der Würzburger Bischof Wolfram Wolfskeel von Grumbach die Burg etwa ein Jahr lang. Im folgenden Jahr erhielt die Familie ihren Besitz zurück. Der Vertrag untersagte jedoch jeden späteren Wiederaufbau der Burg. Im Tal entstand Schloss Eyrichshof, während man Mauersteine der zerstörten Burg dort wiederverwendete. Darum blieb in Rotenhan fast kein Mauerwerk erhalten.
Heute zählt der Ort als Nummer 44 zu Bayerns 100 wichtigsten Geotopen. Eine kleine Parkbucht und ein etwa 100 Meter langer Waldweg führen zum Fels. Auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichst du die Ruine. An den eingemeißelten Flächen erkennst du am klarsten, dass dieser Fels einst eine Burg trug.
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