St. Andreas
St. Andreas steht im Herzen Düsseldorfs und empfängt dich als römisch-katholische Kirche im süddeutschen Barockstil. Zwischen 1622 und 1629 entstand der Bau ursprünglich für die Jesuiten. Die Ordensgemeinschaft war seit 1619 in Düsseldorf tätig, und ab 1708 diente die Kirche den Pfalzgrafen von Neuburg als Hofkirche. Nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 blieb sie bis 2005 Pfarrkirche und wurde danach zur Klosterkirche der Dominikaner.
Im Inneren verbinden sich kunstvolle Stuckarbeiten von Johannes Kuhn aus Straßburg mit lebensgroßen Darstellungen von Aposteln und Jesuitenheiligen. Das Mausoleum des venezianischen Architekten Simone del Sarto bewahrt die Gräber mehrerer Kurfürsten, darunter Johann Wilhelm. Zwischen dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert prägte Musik das Kirchenleben, während Johann Hugo von Wilderer hier als Organist wirkte. Der neue Hochaltar von Ewald Mataré stammt aus dem Jahr 1960, nachdem das ursprüngliche Werk im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war. Ernst Degers Gemälde schmücken die beiden Marienaltäre, und die Orgel geht auf ein Instrument von Peter Kemper aus dem Jahr 1782 zurück. Mehrere Restaurierungen erhielten sie, zuletzt 2003 durch Rudolf von Beckerath Orgelbau. Barrierefreiheit verbindet sich hier mit einem Kirchenraum voller Hofgeschichte, Musik und sichtbarer Handwerkskunst.
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