Polizeipräsidium
Das Polizeipräsidium in Düsseldorf ist ein Polizeihauptquartier mit neoklassizistischer und moderner Architektur. Alexander Schäfer und A. Hein entwarfen den Bau auf dem Gelände einer ehemaligen Husarenkaserne. Die Einrichtung entstand 1926 unter dem preußischen Innenministerium und markierte den Übergang zur staatlichen Polizei. Der Grundstein des heutigen Gebäudes wurde 1929 gelegt, fertiggestellt wurde es im Winter 1933/34.
Während der nationalsozialistischen Herrschaft fanden hier Verhöre, Massenverhaftungen und politische Morde statt. Das Polizeipräsidium war außerdem an der Deportation jüdischer Bürger beteiligt, darunter am Transport nach Riga 1941. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte die Zuständigkeit zunächst zur Stadt und 1953 wieder zum Staat. Heute arbeitet die Polizei Nordrhein-Westfalens hier für Düsseldorf und die umliegenden Autobahnen, während HPP den Bau modernisiert.
Ein Gedenkraum und die Dauerausstellung „Transparenz und Schatten“ zeigen die Geschichte der Polizei in Demokratie und Diktatur. Der Ausstellungsbereich erinnert damit an die Verantwortung staatlicher Gewalt und bleibt für Rollstuhlfahrer zugänglich.
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