Kreuzherrenkirche
Die Kreuzherrenkirche steht im alten Zentrum Düsseldorfs und entstand ursprünglich als Klosterkirche des Kreuzherrenordens. Ihre Backsteinfassade zeigt spätgotische Formen, große Maßwerkfenster und gestufte Strebepfeiler. Heute dient der Bau als Schulkirche und Auditorium des St.-Ursula-Gymnasiums und ist nicht öffentlich zugänglich.
Eine Kapelle namens Liebfrauenkapelle soll hier bereits um 950 gestanden haben und blieb bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts Wallfahrtsort. Herzog Gerhard I. überließ dem Orden 1443 Kapelle und Hospital, woraufhin der Kirchenbau begann. Das Gebäude wuchs später um ein zweites Schiff und besitzt eine hohe Halle mit fünf Jochen, zwei Chören und schlanken achteckigen Pfeilern. Nach Säkularisation, Nutzung als Stall und Lager sowie einer Zeit als Finanzamt begann 1960 die Restaurierung. Die erneute Weihe erfolgte 1990.
Zwischen den beiden Chören erhebt sich ein Turm aus dem 17. Jahrhundert mit Laterne. Im Inneren steht eine Orgel von F. A. Loret, die um 1850 für die Rotterdamer Kathedrale entstand. Zehn Register verteilen sich auf ein Manual und Pedal mit mechanischer Traktur.
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