Haniel-Garage
Haniel-Garage steht in Düsseldorf und gehört als viergeschossiger Würfel zur Architektur der deutschen Nachkriegsmoderne. Der Architekt Paul Schneider von Esleben entwarf ihn 1951. Die vollständig verglaste Fassade gibt dem Kubus eine für ein Zweckgebäude ungewöhnliche Leichtigkeit und Transparenz. Außen hängen die Zufahrtsrampen an auskragenden Betongittern über dem Bau.
Die Planung reagierte auf den Nachkriegsboom des Autos und auf das Leitbild einer autofreundlichen Stadt. Ursprünglich bot der Bau 500 Stellplätze und ein Motel. Das Motel stand auf Betonstützen, seine zwölf Zimmer und sein Restaurant waren über eine Arkade zugänglich. Unter den Betonstützen lagen weitere Parkplätze. Die Planung spiegelte amerikanische Einflüsse in der Stadtentwicklung. 1985 kam das Gebäude unter Denkmalschutz. Eine umfassende Renovierung folgte 1992 und 1993. Für diese Arbeit erhielt der Bau 1997 den Deutschen Architekturpreis.
Heute dient der Bau einem Autohaus und nicht mehr dem öffentlichen Parkhausbetrieb. Die Rampen bilden sichtbare Ausleger am gläsernen Würfel.
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