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Drahthaus

Das Drahthaus steht in Düsseldorf und entstand 1951 und 1952 nach Entwürfen von Helmut Hentrich und Hans Heuser. Der Drahtindustrieverband gab den Bau in Auftrag und prägte damit seine gestalterische Idee.

Die Straßenfront ordnet vier Geschosse in einem strengen orthogonalen Raster. Außen bilden runde Stahlrohrstützen das Gerüst, während zurückgesetzte, dreiteilige Glaswände die Stockwerke öffnen. Zickzackförmig gespannte Drähte schmücken die Stahlrahmen und bilden zugleich die Balustraden. Massive Ziegelwände an den anderen Seiten ergänzen die leichte Wirkung der Glasfassade. Der Bau zählt zu den frühen Beispielen moderner Nachkriegsarchitektur mit konservativen Gestaltungselementen.

Ein halbkreisförmiger, verglaster Eingang führt unter einem filigranen Vordach zu einer Wendeltreppe. Im Grünbereich rechts steht Georg Kolbes überlebensgroße Skulptur Stehende Jugend. Einige hundert Meter südlich, im Ehrenhof, begegnet dir mit Aufsteigende Jugend eine weitere Arbeit desselben Bildhauers. Stahl, Glas, Ziegel und Draht verbinden sich hier zu einem klar lesbaren Stück Düsseldorfer Architekturgeschichte.

Stadt
Düsseldorf
Aktualisiert

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