Hörder Burg
Die Hörder Burg steht im Dortmunder Stadtteil Hörde nahe der Emscher und entstand im zwölften Jahrhundert als Wasserburg. Ihr Burgturm stammt noch aus dieser frühen Zeit. Ursprünglich diente die Anlage der Adelsfamilie Hörde als Stammsitz und prägte die Entwicklung des Ortes.
Im späten dreizehnten Jahrhundert erweiterten die Grafen von der Mark die Burg und nutzten sie während der Großen Dortmunder Fehde. Conrad von der Mark verlieh Hörde 1340 die Stadtrechte. Brände in den Jahren 1505 und 1673, darunter während der französischen Besetzung, beschädigten die Gebäude schwer. Anschließend entstand die Anlage auf ihren ursprünglichen Fundamenten neu. Im neunzehnten Jahrhundert verwandelte Hermann Diedrich Piepenstock das Gelände mit einem Eisenwerk in einen Industriestandort.
Nach dem Niedergang der Stahlindustrie begannen 2008 Renovierungen, bei denen archäologische Ausgrabungen mittelalterliche Artefakte freilegten. Als Seminargebäude beherbergt die Anlage die Sparkassenakademie NRW und ein Museum zur Geschichte Hördes. Der frühere Vorhof diente als Verwaltungsgebäude des Stahlwerks, während der nahe Phoenix-See die Umgebung ergänzt. Burg und Umfeld bewahren heute mittelalterliche und industrielle Spuren als historische Denkmäler.
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