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Haus Bodelschwingh

Haus Bodelschwingh liegt im Dortmunder Stadtteil Bodelschwingh, im Stadtbezirk Mengede, und ist ein von Wassergräben umgebenes Schloss. Sein weiß getünchtes Mauerwerk verbindet Ziegel und Stein. Mit seinem Herrenhaus, dem Vorhof und dem Landschaftspark gilt es als größtes und repräsentativstes Adelshaus Dortmunds. Die Gebäude liegen in einem 18 Hektar großen Park, den die Autobahn A45 durchquert.

Die Geschichte reicht bis zu einem Hof namens Bodelswenge zurück, der um 1220 erstmals erwähnt wurde. Eine Urkunde von 1302 nennt das Gut als Pfandbesitz des Ritters Gisbert Speke. Im 16. Jahrhundert entstand aus dem mittelalterlichen Zweiraumhaus ein Wasserschloss, dessen heutige Gestalt im 17. Jahrhundert weitgehend vollendet wurde. Ende des 19. Jahrhunderts gelangte das Anwesen durch Erbschaft an die Familie Innhausen und Knyphausen. Der Landschaftsgarten erhielt später seine Gestaltung durch den Garteninspektor Eduard Petzold.

Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz, während das Herrenhaus weiterhin als Wohnsitz dient. Öffentliche Besichtigungen sind grundsätzlich nicht möglich, außer am jährlichen Tag des offenen Denkmals. Besonders markant ragt am Vorhof ein massiver quadratischer Turm auf, möglicherweise das älteste Bauwerk der Anlage. Zwischen den beiden Flügeln führt ein schlanker polygonaler Tor- und Treppenturm mit spitzem achteckigem Helm ins Obergeschoss.

Stadt
Dortmund
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