Synagogen
Synagogen in Kopenhagen verbindet jüdische Religionsgeschichte mit einer zurückhaltenden Architektur im städtischen Straßenraum. Professor C. F. Hetsch entwarf dieses Gebäude für die jüdische Gemeinde. Die zurückgesetzte Fassade folgt einer historischen Vorgabe, nach der religiöse Gebäude das Straßenbild nicht beherrschen sollten. Über dem Tor steht eine Inschrift mit einem Segenswunsch. Säulen an der Straßenfront verweisen auf die Stämme Israels und geben der Fassade eine klare Ordnung. Die Fassade bleibt dabei deutlich vom Straßenraum zurückgesetzt. Im Inneren verbinden sich orientalische und dänische Einflüsse mit einer Gestaltung, die trotz weniger Veränderungen modern wirkt. Die Torarollen in der Bundeslade tragen handgeschriebene Texte auf Pergament. Während des Gottesdienstes stehen Gebet, Toralesung und die Verbindung von Gemeindeleben und religiöser Tradition im Mittelpunkt. Die Gebete erklingen auf Hebräisch in der Synagoge. Der Rabbiner verbindet den Wochenabschnitt mit Themen des Lebens, während der Kantor die Gebete und den Gesang führt. Ein Chor junger Freiwilliger begleitet den gemeinsamen Gesang. Synagogen dient außerdem als Ort für Feiern, Bildungsprogramme, kulturelle Veranstaltungen und wichtige Lebensereignisse der jüdischen Gemeinde. So bleibt der Bau religiöser und sozialer Mittelpunkt in Kopenhagen.
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