Peter von Scholten
Das Mausoleum von Peter von Scholten steht auf dem Assistens-Friedhof in Kopenhagen und ist dort das einzige Mausoleum. Sein gelber Bau fällt zwischen den Gräbern sofort auf. Dort ruhen nur der Gouverneur und seine Frau Anne Elisabeth Thortsen. Weitere Familienmitglieder erscheinen dort nur auf eigenen Gedenktafeln. Der Bau entstand 1811 in einem Friedhofsabschnitt der deutsch-reformierten Kirche.
Die Familie von Scholten gehörte zur deutsch-reformierten Kirche, deren Friedhofsabschnitt den Bau ursprünglich aufnahm. Casimirs Gedenktafel ist im Inneren bis heute sichtbar. Peter von Scholten wurde 1784 in Kopenhagen geboren, stieg vom Offizier zum Gouverneur der dänischen Westindischen Inseln auf und prägte deren Geschichte. 1848 erklärte er auf St. Croix etwa 30.000 versklavte Menschen für frei. Die dänische Regierung hatte dafür einen langsameren Ablauf vorgesehen. Eine von ihm gegründete Stiftung pflegte das Grabmal lange, bevor die Stadt diese Aufgabe übernahm. Seit 1973 betreut die Stadt Kopenhagen den Bau als historisches Grab.
Ein Kronleuchter, ein Kruzifix und mehrere Stühle geben dem Grabmal eine ungewöhnlich häusliche Wirkung. Dieser Kontrast bleibt lange im Gedächtnis.
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