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Børsen

Børsen steht in Kopenhagen auf der Insel Slotsholmen, direkt neben Schloss Christiansborg. Die niederländische Renaissance zeigt sich an der dekorierten Fassade und den zahlreichen architektonischen Details. König Christian IV. ließ den Bau zwischen 1619 und 1625 errichten, um Kopenhagen als Handelszentrum Nordeuropas zu stärken. Lorenz und Hans van Steenwinckel der Jüngere entwarfen das Gebäude unter seinem maßgeblichen Einfluss.

Ursprünglich lagen dort vierzig Geschäftsbüros im Erdgeschoss und ein großer Saal im Obergeschoss. In den späten 1620er-Jahren diente der Bau als Markthalle und später bis 1974 als dänische Börse. Eine erste Restaurierung erfolgte 1855, während 1918 ein Angriff arbeitsloser Anarchisten als „Stormen på Børsen“ bekannt wurde. Das Kupferdach wurde 2024 während Sanierungsarbeiten von einem Brand erfasst, der etwa die Hälfte des Gebäudes zerstörte.

Besonders eindrucksvoll war der 56 Meter hohe Turm mit den ineinander verschlungenen Schwänzen von vier Drachen. Nach damaligem Glauben sollten die Drachen den Bau vor Feinden und Feuer schützen. Der Einsturz dieses jahrhundertealten Wahrzeichens prägte das Stadtbild und löste in Kopenhagen große Trauer aus.

Stadt
Kopenhagen
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