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Gerling-Hochhaus

Das Gerling-Hochhaus ragt 56 Meter hoch im Kölner Friesenviertel auf und bildet den Mittelpunkt des Gerling-Quartiers. Zwischen 1950 und 1953 entstand der schlanke Bau als Teil einer neuen Unternehmenszentrale. Seine Südausrichtung öffnet den Blick zum Gereonshof, wo es mit dem fünfgeschossigen Friedrich-Wilhelm-Gebäude einen Ehrenhof bildet.

Helmut Hentrich und Hans Heuser entwarfen den Bau, während Arno Breker die spätere architektonische Leitung übernahm. Ein Stahltragwerk trägt die regelmäßige Fassade aus Muschelkalk. Damit verband die Nachkriegsarchitektur moderne Konstruktion mit einer traditionellen steinernen Außenhaut. Das Ensemble entwickelte sich nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und prägte die Neuordnung des Viertels.

Bei der Umgestaltung im 21. Jahrhundert wurde das Hochhaus bis auf sein Stahlskelett entkernt. Die geschützte Rasterfassade blieb erhalten, während 51 Eigentumswohnungen und zurückgesetzte Loggien entstanden. Die fast unsichtbaren Balkone liegen hinter dem Fassadenraster an den Längsseiten. Als Kulturdenkmal erhielt der Bau unter anderem den Deutschen Stahlbaupreis 2016.

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