District Six Museum
Das District Six Museum befindet sich in Kapstadt, Südafrika, in einer ehemaligen methodistischen Kirche. Es erinnert an die Zwangsumsiedlung der Bewohner von District Six während der Apartheid in den 1970er-Jahren. Die Ausstellung bewahrt dabei die Geschichte einer vielfältigen Nachbarschaft und ihrer auseinandergerissenen Familien.
Im Inneren erstreckt sich eine große District-Six-Karte über den Boden. Handschriftliche Notizen ehemaliger Bewohner markieren darauf die Stellen ihrer früheren Häuser. Alte Verkehrsschilder, historische Erklärungen und Familiengeschichten zeigen die Folgen von Abriss und Vertreibung. Zu den früheren Bewohnern gehört auch der Jazzmusiker Abdullah Ibrahim, bekannt als Dollar Brand. Die District Six Foundation gründete das Museum 1994, nachdem sie bereits 1989 entstanden war.
Heute verbinden Programme Wohnungsbau, Umweltplanung sowie Musik, Literatur und Kunst mit der Entwicklung des Viertels. Würde, Identität und das Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen stehen dabei im Mittelpunkt. Besonders eindringlich bleibt die Bodenkarte, über deren früheren Straßen du hinweggehst.
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