Villa Nebelthau
Im Bremer Stadtteil Schwachhausen steht die Villa Nebelthau, 1891 nach Plänen des Architekten Carl Bollmann errichtet. Das zweistöckige Haus folgt der Neorenaissance, einem Stil, der zur Zeit des Historismus beliebt war. Die Fassade besteht aus Klinkern, und ein dreigeschossiger Turm mit Zeltdach gibt dem imposanten Haus einen verspielten Akzent.
Friedrich Nebelthau, ein Anwalt und Syndikus, ließ die Villa als seinen Wohnsitz bauen. Von 1891 bis 1898 saß er in der Bremer Bürgerschaft, und von 1900 bis 1918 gehörte er dem Senat an. In der Zeit des Nationalsozialismus trafen sich hier ehemalige Senatoren, die das Regime entlassen hatte. Zu ihnen zählten Theodor Spitta und Hermann Apelt, mit denen der Hausherr Ideen und Gedanken austauschte.
Seit 2005 steht das Gebäude unter dem Schutz der Bremer Denkmalschutzgesetze, die seine historische und architektonische Bedeutung anerkennen. Es gehört einer privaten Familie und wird von einem bekannten Unternehmen der Stadt genutzt. Wenn du vorbeikommst, siehst du es sofort: den Turm mit dem Zeltdach über der Klinkerwand.
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