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Tabakbörse

Die Tabakbörse liegt in Bremen-Walle, im Hafengebiet Überseestadt, und prägt dort ein ehemaliges Handelsareal. Tabakbörse entstand 1961 und 1962 nach Entwürfen des Bremer Architekten Erik Schott. Die Architektur gehört zum Wiederaufbau der Bremer Häfen nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs.

Eine vollklimatisierte Sheddachhalle spannt sich über schlanke Stützen entlang der Mittelachse. Lange Reihen hölzerner Tische, sogenannte Stells, dienten der Begutachtung gebündelter Tabakblätter, der Doggen. Makler und Käufer prüften den Tabak in eigenen Räumen und Boxen, indem sie daraus Zigarren fertigten und rauchten. Der Bau entstand in der Freihandelszone, nachdem sich der indonesische Tabakhandel Ende der 1950er Jahre nach Bremen verlagert hatte. Ein zweigeschossiger Büroanbau mit arkadenartigem Eingangsbereich ergänzte die Auktionshalle.

Heute nutzt neben dem Tabakhandel auch das Bremer Bühnenhaus Teile der Anlage. Das Atelier Bremer Tabakbörse belegt dort 1.340 Quadratmeter Studiofläche. Seit 2013 steht der Bau unter Denkmalschutz und bewahrt seine Verbindung zu Bremens Tabakgeschichte.

Stadt
Bremen
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