St. Michaelskirche
Die St. Michaelskirche in Bremen-Vegesack steht im Stadtteil Grohn. Der kreuzförmige Bau aus Ibbenbürener Sandstein folgt dem neoromanischen Stil und besitzt einen Vierungsturm. Karl Mohrmann entwarf die Kirche, die zwischen 1906 und 1908 für die wachsende Bevölkerung entstand. Ihr Turm ragt 55 Meter hoch und trägt oberhalb der Glockenkammer eine Kupferverkleidung.
Die eigenständige evangelisch-lutherische Gemeinde Grohn erhielt den Bau nach ihrer Gründung im März 1906. Ornamentale Malereien von Karl Bohlmann und Buntglasfenster von Georg Karl Rohde bewahren die Ausstattung aus der Bauzeit. Zum Ensemble gehören außerdem ein Konfirmationssaal und ein Pfarrhaus, die seit 1977 gemeinsam mit dem Grundstück unter Denkmalschutz stehen. Ein neues Gemeindehaus ergänzte die Anlage 2016 und 2017.
Der Friedhof umfasst eine Kapelle, zahlreiche Bäume, einen Abschnitt für die Familie Leffers und ein kleines Mausoleum der Familie Otto Freise. Die heutige Orgel besitzt 28 Register und geht auf das erste Instrument von 1908 zurück. Besonders eindrucksvoll bleiben die 1926 gegossenen Glocken, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben und weiterhin erklingen.
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