St. Martini
St. Martini liegt im Bremer Stadtteil Burglesum auf einem Hügel über der Lesum. Die rechteckige Kirche steht seit 1973 unter Denkmalschutz. Ihr Turm reicht wahrscheinlich bis zu einer romanischen Kirche zurück, die nach den christlichen Missionen des späten 8. Jahrhunderts entstand. Erstmals erwähnt wurde sie 1235 als ewiger Besitz des Klosters Lilienthal.
Als die Gemeinde im späten 18. Jahrhundert etwa 3.500 Mitglieder zählte, ersetzte Johann Dierks das alte Kirchenschiff. Der Neubau von 1778 und 1779 bewahrt den Turm und verwendet dessen Feldsteine weiter. Etwa zwei Drittel der Wände bestehen aus alten Feldsteinen, der übrige Teil aus Ziegeln. Im Inneren stehen ein spätbarocker Kanzelaltar und eine frühklassizistische Empore. Darüber zeigt ein goldener Strahlenkranz Engel und die hebräischen Buchstaben JHWH. Vier Fenster von Georg Karl Ernst Rohde erzählen seit 1930 von Geburt, Taufe, Kreuzigung und Auferstehung Jesu.
Besonders anschaulich bleibt der historische Friedhof neben dem Turm. Siebzig Grabsteine aus der Zeit von 1570 bis zum frühen 20. Jahrhundert sind erhalten. Auf der Südseite erinnern die Steine von Anna Elisabeth und Friedrich von der Borch an frühere Generationen. Die heutige Orgel entstand 1992 und besitzt 34 Register auf drei Manualen und Pedal.
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