St. Johannes Arsten
St. Johannes Arsten steht im Bremer Stadtteil Obervieland, im links der Weser gelegenen Ortsteil Arsten. Die Backsteinkirche entstand im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts auf einer Anhöhe zum Schutz vor Überschwemmungen. Frühgotische Spitzbogenfenster, ein Fischgrätmuster im Chorgiebel und ein quadratischer Westturm prägen das äußere Bild.
Unterschiedliche Ziegelformate zeigen mehrere Bauphasen, während die 1,55 Meter starken Turmwände spätere Veränderungen bewahren. Seit 1899 sichern drei Strebenpaare das Kirchenschiff, dessen Westportal damals seine heutige Spitzbogenform erhielt. Im Inneren überspannen spitzbogige Bandrippengewölbe den Chor und die zwei Schiffsjoche. Damit besitzt die Dorfkirche das einzige erhaltene mittelalterliche Gewölbe dieser Art in Bremen.
Die Gewölbekreuzung im Chor trägt eine gemalte Maske statt eines Schlusssteins. Danziger Antikglas füllt die Fenster seit 1966, und Hermann Oetken schuf die Chorfenster 1951. Auf dem alten Friedhof steht ein Grabstein aus dem Jahr 1546, der älteste unter den zahlreichen erhaltenen Steinen.
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