Roseliushaus
Das Roseliushaus steht in Bremen an der historischen Böttcherstraße und verbindet Architektur mit einer Kunstsammlung. Der Bau wurde 1588 fertiggestellt und besitzt Fundamente aus dem 14. Jahrhundert.
Ludwig Roselius kaufte das Haus 1902 und erweiterte es 1928 für seine Sammlung. Die Sammlung reicht vom Mittelalter bis zum Barock. Mittelalterliche Altarbilder treffen auf Werke von Ludger tom Ring und Lucas Cranach. Eine Gruppe von Trauernden stammt von Tilman Riemenschneider.
In der großen Eingangshalle stehen ein geschnitzter Heiliger Christophorus aus Eichenholz, Schiffsmodelle und Möbel aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der Cranach-Raum zeigt Porträts von Martin Luther und Katharina von Bora. Der Oberlichtsaal war früher ein Innenhof und beherbergt heute religiöse Werke aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Conrad von Soest und Joos van Cleve gehören zu den dort vertretenen Künstlern. Der Speisesaal zeigt Renaissancewerke aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, während der Gotische Raum eine kleine Kapelle bildet. Dort steht eine Madonna des Osnabrücker Meisters. Die Schatzkammer zeigt Silberarbeiten als Leihgaben der Schwarzhäupter aus Riga, darunter ein Reliquiar des Heiligen Georg und einen zeremoniellen Barockkrug. Der Treppenhaussaal erinnert mit Wandteppich und Mobiliar an einen Bankettsaal.
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